Begonnen hat alles damit, dass die Kinder regelmäßig enttäuscht waren, wenn ein Grillnachmittag wegen Schlechtwetter abgesagt werden musste. Oder alle bereits im Garten waren, die Grillkohlen schon glühten, die ersten Würstchen aufgelegt waren und dann plötzlich wurde es nass von oben.
Also wurde ein Brainstorming einberufen und die große „Spinnerei“ begann:
- Wir spannen eine Folie über den Grill…Wir stellen den Grill in die Hütte…Wir hören vorher den Wetterbericht…Und immer kam das große ABER…
Bis jemand mit der Idee kam, eine feste Grillstelle mit einem Dach drüber zu bauen, aber so groß, dass man auch drin sitzen kann. Dann wäre gleich alles im Trockenen: das Feuer, die Würstchen und die Kinder und Betreuer auch.
Also wurde fleißig gegoogelt, wie so eine Grillhütte aussehen könnte, was man für Material und Werkzeug braucht, wie man es bauen muss und wo genau sie im Garten stehen soll. Und wir wissen nun auch, dass es auch einen richtigen Namen dafür gibt, die Finnen nennen es Kota. Oft sind diese Hütten auch wirkliche Hütten, also rundum geschlossen, unsere soll offen bleiben.
Wir wollen schließlich an der frischen Luft bleiben, aber eben etwas geschützter und wetterunabhängiger sein. Meist sind in diesen Grillhütten auch feste Feuerstellen integriert, wir aber möchten unsere gern mit einem mobilen Gasgrill versehen, so das man die Rund-Hütte auch mal ruck-zuck als „Partyzelt“ für eine Gartendisco oder in ein Theater umfunktionieren kann. Die Gäste sitzen im Kreis oder stehen auch hinter der Brüstung, je nachdem, was das Wetter zulässt, während die Kinder ihre Kunststücke vorführen.
Und unsere „Spinnerei“ ging noch weiter: bei einem Ausflug mit einigen Kindern in einen Park hier in der Stadt sahen die Kinder etwas, dass sie in abgewandelter Form gern um ihr Piratenschiff-Baumhaus bauen wollen, damit es noch „echter“ aussieht, weil das Schiff dann optisch im Wasser steht. Und zwar: Wellen. Sie wollen das Schiff mit einem Umbau aus Brettern versehen, der die Form und Farbe von Wellen haben soll. In diesen Umbau werden Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten für die Kinder eingebaut.
„Wenn wir einmal dabei sind, eine Grillhütte zu bauen, können wir die Welle doch gleich mitbauen“ – so der einstimmige Tenor. „Dann haben wir im neuen Jahr noch mehr tolle Spielmöglichkeiten im Garten und der Regen kann uns dann auch nicht ärgern“.
Für die Kinder wäre das wieder ein großartiges Projekt, bei dem sie sich so richtig „austoben“ können und ihre in vergangenen Projekten angeeigneten handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen und vertiefen können. Und wer etwas nicht kann, wird es garantiert lernen. Teamwork und soziale Kompetenzen werden entwickelt und trainiert. Die Kinder erfahren wichtige Wertschätzung. Das macht stark.